Flucht- und Rettungswege

FH Flucht- und Rettungswege

Fluchtwege sind Verkehrswege, an die besondere Anforderungen zu stellen sind. Dazu zählen Treppenräume, Flure und Notausgänge. Diese müssen auf möglichst kurzem Weg ins Freie oder, falls dies nicht möglich ist, in einen gesicherten Bereich führen, wie z. B. in einen benachbarten Brandabschnitt oder in einen Treppenraum.

Der Begriff Fluchtweg nach Arbeitsstättenrecht entspricht dem des Rettungsweges im Baurecht. Letzterer muss auch so beschaffen sein, dass er den Transport von Verletzten ermöglicht.

Die erforderliche Anzahl und Lage richten sich nach Art des Betriebes sowie nach der durch die Bauart der Gebäude oder Fertigung gegebenen Brand- und Explosionsgefährdung und ergeben sich aus der Gefährdungsbeurteilung.

Rettungswege und Notausgänge sind im Brandschutzkonzept oder im Baugenehmigungsverfahren festgelegt. Darüber hinaus können sich weitergehende Anforderungen an Fluchtwege und Notausgänge aus dem Arbeitsstättenrecht, z. B. ASR A2.3 „Fluchtwege und Notausgänge, Flucht- und Rettungsplan“, ergeben.

Flucht- und Rettungswege dürfen nicht zur Lagerung oder zum Abstellen von Gegenständen oder Materialien genutzt werden. Treppenräume und Flure sind Angriffswege der Feuerwehr und dienen auch zur Rettung von Menschen. Deshalb sind sie, ebenso wie Zufahrtswege und Aufstellflächen
für Feuerwehr und Rettungskräfte, stets freizuhalten. Wichtig sind folgende Anforderungen:

Hinweis:

Der vorstehende Text zum Thema „Flucht- und Rettungswege“ ist auszugsweise der DGUV Information 205-001 „Betrieblicher Brandschutz in der Praxis“ entnommen.

Stand: 04/2022
Webcode: w171