Tore

FH Tore

Durchfahrten müssen so angelegt sein, dass auch unter Einsatzbedingungen Gefährdungen der Versicherten durch das Bewegen der Fahrzeuge vermieden werden. Eine sichere Durchfahrt wird für alle Stellplatzgrößen durch eine Mindestdurchfahrtsbreite von 3,60 m ermöglicht. Der zu beiden Seiten erforderliche Mindestsicherheitsabstand von 0,50 m ist zu gewährleisten.

Fahrzeughallen sind mit schnell laufenden, kraftbetätigten Toren zu versehen (vgl. DIN 14092-1, „Feuerwehrhäuser- Planungsgrundlagen“).

Es ist erforderlich, dass eine Toröffnung auch per Hand möglich ist. Auch im Notbetrieb muss die Öffnungsgeschwindigkeit 250 mm/s betragen. Elektrische Torantriebe müssen frostgeschützt installiert werden, sodass auch im Winter die einwandfreie Funktion gewährleistet ist.

Bei der Verwendung von Toren, die nicht im Sichtfeld der Fahrerin bzw. des Fahrers sind, muss eine Signalanlage eindeutig anzeigen, wenn die lichte Durchfahrtshöhe sicher freigegeben ist.

Türen in kraftbetätigten Toren müssen barrierefrei sein. Schlupftüren in Toren sollten vermieden werden. Sind diese nicht zu vermeiden, sollten bevorzugt Schlupftüren in Toren eingesetzt werden, die keine Stolperstellen aufweisen. Lassen sich konstruktionsbedingt Stolperstellen nicht vermeiden, sind sie deutlich und dauerhaft als Gefahrstellen zu kennzeichnen.  Sie müssen eine freie Durchgangshöhe von mindestens 2,00 m haben.

Beim Errichten von neuen Rettungswachen muss die lichte Mindesthöhe über Alarmierungswegen eine lichte Durchgangshöhe von min. 2,20 m haben. Die Höhe von 2,20 ergibt sich zum Beispiel, wenn bereits auf den Alarmierungswegen Schutzhelme getragen werden sollten (vgl. DIN 14092-1, Tabelle 4, Anforderungen an die Räume).

Kraftbetätigte Türen und Tore müssen nach den Vorgaben des Herstellers vor der ersten Inbetriebnahme, nach wesentlichen Änderungen sowie wiederkehrend sachgerecht auf ihren sicheren Zustand geprüft werden. Die wiederkehrende Prüfung sollte mindestens einmal jährlich erfolgen. Die Ergebnisse der sicherheitstechnischen Prüfung sind aufzuzeichnen und in der Arbeitsstätte aufzubewahren. Die sicherheitstechnische Prüfung von kraftbetätigten Türen und Toren darf nur durch Sachkundige durchgeführt werden, die die Funktionstüchtigkeit der Schutzeinrichtungen beurteilen und mit geeigneter Messtechnik, die z. B. den zeitlichen Kraftverlauf an Schließkanten nachweist, überprüfen können (siehe ASR A 1.7 Türen und Tore, Ziff.10.2 (1) und (2)).

Stand: 04/2020
Webcode: w158